wurde in Freiburg/Breisgau geboren und studierte an der dortigen Hochschule Klavier, Dirigieren und Korrepetition. Es folgte ein Studium der Orchesterleitung bei Prof. Leopold Hager, Prof. Dr. Harald Goertz und Prof. Konrad Leitner an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Wien, ab 1996 als Stipendiat des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst). Meisterkurse bei Jorma Panula.
Erste Engagements führten den Preisträger mehrerer internationaler Dirigentenbewerbe an das Theater in Biel/Solothurn, wo er, als Assistent des GMD, Aufführungen von "Anna Bolena", "Roberto Devereux", "Faust" ,"Attila" sowie "Madame Butterfly" leitete.
Im Januar 2000 wechselte Johannes Willig als 2. Kapellmeister und Assistent des GMD an das Badische Staatstheater Karlsruhe und hatte dort die Gelegenheit, sein Repertoire stark zu erweitern: u.a. "Norma", "Aida", "Salome", "Lohengrin", "Falstaff", "Lakmé", "Tosca", "Attila", "Ernani" und "Cendrillon". 2001 machte der Künstler mit der überregional vielbeachteten Premiere von Glinkas Oper "Ruslan und Ludmilla" (in russischer Originalsprache) auf sich aufmerksam. Es folgten Premieren von "Die Fledermaus" und "I Puritani" sowie zahlreiche Wiederaufnahmen. Zu besonderer Beliebtheit gelangten die von ihm moderierten Kinder - und Jugendkonzerte mit der Badischen Staatskapelle.
Seit 2003/04 ist Johannes Willig 1. Kapellmeister und stellvertretender GMD an der Oper Kiel und hat hier, ausser einer Reihe von Sinfoniekonzerten, mit grossem Erfolg die Premieren von "Der Prozess" (Alberto Colla), "Aladdin und die Wunderlampe" (Nino Rota), "Anna Bolena", "Le Nozze di Figaro", "Eine florentinische Tragödie / Gianni Schicchi", "La Gioconda", "Werther", "Don Quijote" (Cristobal Halffter), "La Forza del Destino", "Viva la Mamma", "La Clemenza di Tito", "Sacre du printemps" und "Turandot" geleitet.
An das Teatro Comunale di Bologna war der Künstler für ein Produktion "Zauberflöte" verpflichtet, am Staatstheater Wiesbaden sowie am Freiburger Theater dirigierte er "La Bohème" und am Theater St. Gallen "Otello" und "Norma". An der Deutschen Oper Berlin war er in "Die Zauberflöte" zu hören.
Im Rahmen seiner Konzerttätigkeit arbeitet er mit dem Pro Arte Orchester Wien, dem "George Enescu" Bucharest Philharmonic Orchestra, der Badischen Staatskapelle Karlsruhe und dem Orchester der Beethovenhalle Bonn.
Er leitete das Neujahrskonzert 2004 des Radio Sinfonie Orchesters Wien im Münchner Gasteig und im Teatro di San Carlo in Neapel.
In der Saison 2005/06 gastierte er bei den Dresdner Philharmonikern, beim Sinfonieorchester Münster, bei der Neuen Westfälischen Philharmonie und beim Orquestra Nacional do Porto, 2006/07 gastierte er an der Deutschen Oper Berlin, am Freiburger Theater und am Badischen Staatstheater Karlsruhe.
In der Spielzeit 08/09 leitete der Künstler an der Oper Kiel Neuproduktionen von "Hänsel und Gretel", "L'italiana in Algeri" und "Pique Dame" sowie Vorstellungen von "Rosenkavalier ", "Don Carlos ", "Turandot " und mehrere Sinfoniekonzertprogramme.
An der Opéra de Lyon debütierte Johannes Willig im Oktober 2008 mit einer großen Wiederaufnahme von Prokofiews "Roméo et Juliette".
In der Spielzeit 2009/2010 dirigierte Johannes Willig in Kiel die Premieren von "Die Lustige Witwe ", "Wozzeck " sowie "Cosi fan tutte "; ausserdem leitete er die Wiederaufnahmen der "Pique Dame " und "Hänsel und Gretel ". Abgerundet wurde die Saison in Kiel mit verschiedenen Konzertprogrammen in den Monaten November 09, Dezember 09 und Februar 10.
An die Opéra de Lyon kehrte der Künstler im Juni 2010 mit einer Neueinstudierung von "Hänsel und Gretel " zurück.
In Kiel wird Johannes Willig in der Spielzeit 2010/2011 die Premieren von "Die Zauberflöte", "Rusalka" und "Hoffmanns Erzählungen" dirigieren;ferner übernimmt er das Dirigat der Wiederaufnahme des "Rosenkavalier" im April 2011 sowie Vorstellungen von "La Boheme" und "Salome".
Ausserdem ist er mit mehreren Konzertprogrammen mit dem Philharmonischen Orchester Kiel zu erleben, u.a. mit der 5. Symphonie von Mendelssohn sowie der Es-Dur Symphonie KV 543 von Mozart.
Johannes Willig wird ab der Spielzeit 2011 / 2012 als 1. Kapellmeister und stellvertretender GMD am Badischen Staatstheater Karlsruhe engagiert sein.
© Johannes Willig , Juli 2011